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Die gestreckte Gesellenprüfung im Friseurhandwerk

TEIL 1

EIN FACHLICHER KOMMENTAR

  • Der Prüfungskommission ist vor Beginn der Gesellenprüfung die ausgearbeitete Prüfungsmappe vorzulegen.
  • Die Prüfungsmappe ist aufgrund der Ausbildungs-ordnung zwingend erforderlich, weil damit die Dokumentationspflicht in der Prüfung erfüllt wird.
  • Die Prüfungszeit von 7 Stunden darf nicht überschritten werden!
  • Ausführliche Informationen zur Prüfung finden Sie in der Prüfungsmappe zum Teil 1 der gestreckten Gesellenprüfung.

Ausführen einer klassischen Friseurarbeit an der Dame mit dauerhafter Umformung und zwei Einlegetechniken

a) Der Prüfling soll nachweisen, dass er Haar und Kopfhaut beurteilen, reinigen und pflegen kann. Diese Aufgabe wird am Fremdmodell durchgeführt.
(ausführliche Informationen ab Seite 9 der Prüfungsmappe)

An einem von der Prüfungskommission ausgesuchten Damenmodell soll eine Haar- und Kopfhautbeurteilung durchgeführt werden. Hierfür liegt ein Beurteilungsbogen bereit.

b) Der Prüfling soll nachweisen, dass er Kopfhaut mit verschiedenen Techniken massieren kann.
(ausführliche Informationen ab Seite 13 der Prüfungsmappe)

Die Kopfmassage wird an Ihrem Herrenprüfungsmodell gezeigt. Die Bewertung zählt jedoch zur klassischen Friseurarbeit an der Dame. Alle gängigen Massageabläufe dürfen ausgeführt werden.


Die nächsten 4 Arbeiten müssen an einem Damenmodell durchgeführt werden:

c) Der Prüfling soll nachweisen, dass er Haare mit klassischen Techniken schneiden kann.
(ausführliche Informationen ab Seite 15 der Prüfungsmappe)

Erstellen eines klassischen Basishaarschnittes nach Arbeitsplanung unter Verwendung einer Vorlage. Die Haarlänge des gesamten Kopfhaares muss um mindestens 2 cm gekürzt werden, so dass sich die Haarmenge und die Fülle deutlich reduzieren. Die Schnittlinien und Verbindungspunkte müssen klar erkennbar sei.
Wichtig: Deutliche Veränderung der Haarlängen am gesamten Kopf, mind. 2 cm

d) Der Prüfling soll nachweisen, dass er Haare mit verschiedenen Umformungstechniken gestalten kann.
(ausführliche Informationen ab Seite 19 der Prüfungsmappe)

Das gesamte Kopfhaar des Damenmodells muss gewickelt und unter Einsatz von Dauerwellpräparaten klassisch geformt werden. Hierfür muss der Prüfling eine Basiswicklung, klassische Wickelmethode, durchführen. Die Dauerhafte Umformung muss sichtbar und auf die nachfolgende Frisur abgestimmt werden.
Wichtig: Keine so genannte Volumenwelle

e) Frisurengestaltung mit zwei Einlegetechniken
(ausführliche Informationen ab Seite 23 der Prüfungsmappe)

Es muss eine klassische Frisur am Modell erstellt werden. Das gesamte Kopfhaar muss eingelegt werden. Hierfür sind zwei unterschiedliche Einlegetechniken anzuwenden. Als Einlegetechniken gelten: Volumenwicklung mit Flachwellwickel, handgelegte Wasserwelle oder Papilloten (mit Clips befestigt).
Wichtig: Die klassische Frisur muss die Komponenten „Welle, Fläche und Locken“ enthalten.
Übereinstimmung der fertigen Frisur mit der Frisurenvorlage

f) Das situative Fachgespräch
(ausführliche Informationen ab Seite 28 der Prüfungsmappe)

Das situative Fachgespräch findet im Anschluss der klassischen Friseurarbeit an
der Dame statt. Es bezieht sich auf den Kundenauftrag und ist keine mündliche Prüfung und kein Beratungsgespräch. Es ist eine Erörterung der
Arbeitsschritte und –ergebnisse unter „Fachleuten“.
Wichtig: Sie als Prüfling analysieren Ihre Arbeitsergebnisse selbst. Dann stellen Sie der Prüfungskommission vor, was Ihrer Meinung nach gut gelungen ist und / oder was eventuell verbessert werden kann.

Prüfungsstück

Ausführen eines klassischen Herrenhaarschnitts und Gestalten einer Föhnfrisur am Modell

(ausführliche Informationen ab Seite 29 der Prüfungsmappe)

Ausführen eines klassischen Herrenhaarschnitts mit Facon insbesondere Übergangsschneiden sowie Gestalten einer Frisur durch Föhnen. Die Haarlänge des gesamten Kopfhaares muss um mindestens 2 cm gekürzt werden, so dass sich die Haarmenge und die Fülle deutlich reduzieren. Im Nacken und an den Seiten ist ein klassisch geschnittener Übergang zwingend vorgeschrieben. Alle Schneidetechniken einschließlich Maschine, jedoch ohne Aufsatz, sind erlaubt. Das Oberkopfhaar beim Modell muss vollständig vorhanden sein.
Wichtig: Als klassische Föhntechniken zählen nur Scheiteltechnik oder Bombage.
Übereinstimmung der fertigen Frisur mit der Frisurenvorlage


TEIL 2

EIN FACHLICHER KOMMENTAR

  • Der Prüfungskommission ist vor Beginn der Gesellenprüfung die ausgearbeitete Prüfungsmappe vorzulegen.
  • Die Prüfungsmappe ist aufgrund der Ausbildungs-ordnung zwingend erforderlich, weil damit die Dokumentationspflicht in der Prüfung erfüllt wird.
  • Die Prüfungszeit von 9 Stunden darf nicht überschritten werden!
  • Ausführliche Informationen zur Prüfung finden Sie in der Prüfungsmappe zum Teil 2 der gestreckten Gesellenprüfung.


Ausführen einer umfangreichen modischen Friseurarbeit an der Dame zu einem besonderen Anlass mit einem darauf abgestimmten Make-up

Die nächsten 5 Arbeiten müssen an einem Modell durchgeführt werden!

a) Das Beratungsgespräch
(ausführliche Informationen ab Seite 9 der Prüfungsmappe)

Das Beratungsgespräch ist eine Gesprächssimulation zwischen dem Prüfling und dem mitgebrachten Damenmodell, welches auch zu den anderen modischen Prüfungsaufgaben eingesetzt wird. Der Prüfling muss ein umfassendes Beratungsgespräch mit dem Modell führen. Dabei sind die Kundenwünsche zu ermitteln und diesen Wünschen entsprechend Vorschläge für die Behandlung zu unterbreiten.
Wichtig: Als Hilfsmittel können z.B. ein Frisurenbuch, Farbkarten, Produkte etc., mitgebracht und eingesetzt werden!

b) Modischer Damenhaarschnitt
Der Prüfling soll nachweisen, dass er Haare mit modernen Techniken schneiden kann
(ausführliche Informationen ab Seite 14 der Prüfungsmappe)

Der Prüfling erstellt einen modischen Haarschnitt mit deutlicher Veränderung in Form und Fülle. Gefordert wird ein Trendhaarschnitt entsprechend der halbjährlich erscheinenden Modehefte des Zentralverbands oder internationaler Modetrends. Alle modischen und aktuellen Haarschneidetechniken sind erlaubt.
Wichtig: Deutliche Veränderung der Haarlängen am gesamten Kopf, mind. 2 cm

c) Die Haarfarbe
Der Prüfling soll nachweisen, dass er Haarfarbe in Farbtiefe und Farbrichtung verändern kann
(ausführliche Informationen ab Seite 18 der Prüfungsmappe)

Die Naturhaarfarbe des Modells muss deutlich in der Farbtiefe (mind. 2 Stufen) sowie in der Farbrichtung verändert werden. Dunkelbraune und Schwarze Haarfarben sind nicht erlaubt. Gefordert wird eine komplette Farbveränderung in Ansatz, Längen und Spitzen. Die erforderliche Farbveränderung muss mindestens 2/3 des gesamten Kopfhaares betragen, 1/3 des Kopfhaares darf dem aktuellen Trend entsprechend ohne Einschränkungen kreativ gestaltet werden.
Auch Ansatzfärbungen von mindestens 2 cm Länge sind erlaubt, jedoch müssen dann die Längen und Spitzen des Haares farblich angeglichen werden. Zum Farbausgleich der Längen und Spitzen sind physikalische Tönungen erlaubt.
Wichtig: Das gesamte Haar ist deutlich in Farbtiefe und Farbrichtung (mind. 2 Töne) zu verändern!                              

d) Styling der modischen Damenfacharbeit
Der Prüfling soll nachweisen, dass er Styling- und Finishtechniken einsetzen kann.
(ausführliche Informationen ab Seite 21 der Prüfungsmappe)

Der Prüfling soll ein modisches Styling typgerecht und dem Anlass entsprechend fertigen. Gefordert wird eine aktuelle Trendfrisur entsprechend der halbjährlich erscheinenden Modehefte des Zentralverbandes oder internationaler Modetrends. Alle modischen Styling- und Finishtechniken sind erlaubt. Auch sind alle Geräte und Produkte erlaubt, sie müssen jedoch fachgerecht eingesetzt werden.
Wichtig: Übereinstimmung der fertigen Frisur mit der Frisurenvorlage!

e) Make-up zum Anlass der Damenfacharbeit
Der Prüfling soll nachweisen, dass er kosmetische Behandlungen durchführen kann.
(ausführliche Informationen ab Seite 25 der Prüfungsmappe)

Das Make-up muss typgerecht und auf den besonderen Anlass abgestimmt sein. Es wird ein modisches Make-up, dem aktuellen Trend entsprechend, gefordert. Das Make-up muss tragbar und ästhetisch sei. Der Gesamteindruck von Frisurengestaltung, Make-up und Kleidung soll ein harmonisch abgestimmtes Bild, passend zum gewählten Anlass, vermitteln.
Wichtig: Ein Fantasie-Make-up oder maskenhaftes Schminken sind nicht erlaubt.


Prüfungsstück: Ausführen einer modernen Friseurarbeit am Herren

Gestalten einer Herrenfrisur mit modernen Schneidetechniken und modisches Styling
(ausführliche Informationen ab Seite 28 der Prüfungsmappe)

Für die Herrenfrisur ist ein modischer Trendhaarschnitt mit deutlicher Veränderung der Haarlänge (mindestens 2 cm) und Fülle zu erstellen. Gefordert wird eine aktuelle Trendfrisur entsprechend der halbjährlich erscheinenden Modehefte des Zentralverbands oder internationaler Modetrends. Alle modischen Styling- und Finishtechniken sind erlaubt. Auch sind alle Geräte und Produkte erlaubt, sie müssen jedoch fachgerecht eingesetzt werden.
Wichtig: Übereinstimmung der fertigen Frisur mit der Frisurenvorlage!


Module

Pflegende Kosmetik / Visagistik
(ausführliche Informationen ab Seite 34 der Prüfungsmappe)

Der Prüfling führt eine pflegende kosmetische Behandlung, einschließlich Hautbeurteilung, Reinigung, Gesichtsmassage und Auftragen einer Packung durch. Nach der pflegenden Behandlung soll eine umfangreiche dekorative Gestaltung des Gesichts ausgeführt werden.

Langhaarfrisuren
(ausführliche Informationen ab Seite 40 der Prüfungsmappe)

Der Prüfling soll eine typgerechte Hochsteckfrisur erstellen. Die Haare müssen eingelegt werden. Die Frisur soll aus Steck- und Flechtelementen gestaltet werden und eine saubere Linienführung aufweisen. Die Proportionen müssen gut ausgearbeitet werden.

Nageldesign / -modellage
(ausführliche Informationen ab Seite 44 der Prüfungsmappe)

Der Prüfling soll eine Nagelmodellage an beiden Händen ausführen. Es sind alle Arbeitstechniken erlaubt. Die gewählte Technik, z.B. Acryl-, Fiberglas-, Gel-Technik, muss dokumentiert werden. Im Anschluss wird an einer Hand ein Nageldesign an mindestens 4 Fingernägeln gestaltet. Auch für diese Arbeit sind alle Techniken erlaubt.

Haarersatz
(ausführliche Informationen ab Seite 49 der Prüfungsmappe)

Der Prüfling soll eine Haarverlängerung oder Haarverdichtung am Modell erarbeiten. Mindestens 20% (1/5) des Kopfhaares müssen bearbeitet werden. Alle bekannten Methoden bzw. Techniken sind erlaubt. Die Einarbeitungs- und Befestigungsmethoden müssen jedoch fachspezifisch sein.
Die eingearbeiteten Haare müssen angepasst bzw. eingeschnitten werden. Abschließend ist eine Frisur zu stylen.

Coloration
(ausführliche Informationen ab Seite 55 der Prüfungsmappe)

Der Prüfling soll eine moderne Colorations- und Strähnentechnik mit typgerechtem Styling ausführen. Die Farbtechnik muss mit mindestens zwei unterschiedlichen Farben gearbeitet werden, die im Farbergebnis deutlich erkennbar sind. Alle Techniken, auch Freihandtechniken, sind erlaubt. Das gesamte Kopfhaar muss farblich kreativ gestaltet sein. Die Haarfarbgebung der fertigen Frisur soll das typgerechte Styling harmonisch unterstützen.